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konferenzbereich klöckner

bauherr
Klöckner & CO SE, duisburg
innenarchitekt
heike falkenberg, düsseldorf
fotograf
jens kirchner, düsseldorf

Im sogenannten Silberpalais, einem brutalistisch anmutenden Bürohochhaus in der Duisburger Innenstadt hat Klöckner & Co SE Räume bezogen. In den dusteren, verbauten Etagen war noch wenig charmant der Geist der 80er Jahre spürbar, so dass der Wunsch der Bauherren groß war durch eine Umgestaltung, mit der die Innenarchitektin Heike Falkenberg und arens faulhaber lichtplaner betraut wurden, ein modernes und großzügiges Open-Space Ambiente zu schaffen.

Die 8. Etage, in der sich die Klöckner-Büros befinden, weist eine verhältnismäßig große Raumtiefe auf. Sämtliche Büro- und Konferenzräume liegen direkt an der Fassade, über ein gläsernes Trennwandsystem gelangt Tageslicht in die Tiefe, doch für den Lobbybereich, der nur etwas außerhalb der Mittelachse des Baukörpers liegt, genügt das alleine nicht. Zwei außermittig liegende Kerne, ein größerer zur Erschließung, ein etwas kleinerer mit Nebenräumen, geben eine unabänderliche Gliederung vor. Ihre Wandflächen wurden im Rahmen der Umgestaltung mit Schränken verkleidet, deren Oberfläche einen feinen silbergrauen Schimmer hat, der durch die umlaufende Umfahrung mit einer LED-Lichtvoute eine besondere Ausstrahlung erhält. Im Bereich der fast tageslichtlosen Lobby markieren drei höher liegende Deckenfelder die Achse dieser Sondernutzung. Die drei Felder weisen bei gleicher Breite eine jeweils der räumlichen Situation entsprechende unterschiedliche Länge auf. Umlaufende, verborgen montierte Lichtvouten geben diffuses, indirektes Licht ab, das diese innenliegende Zone gleichmäßig erhellt und dem Raum durch die Anhebung und Betonung der Decke die gewünschte Großzügigkeit verleiht. Einen zeichenhaften Akzent setzen schmale LED-Lichtprofile, die, der Ordnung des Gebäuderasters folgend, aus dem Konferenzbereich in die Lobby „durchstoßen“. Während diese direkt gerichtet und diffus abstrahlenden Profile in den Decken des Konferenzbereiches und der Lobby bündig eingeputzt sind, treten sie in den höherliegenden Deckenfeldern schwertartig auskragend hervor. Die „Lichtlinien“ konterkarieren mit ihrer Positionierung die Länge der Lobby und verzahnen Lobby und Konferenzbereich sowie die unterschiedlichen Deckenhöhen auf markante Weise. Dabei wurde in dem Konferenzbereich, der durch mobile Trennwände unterteilbar ist, das direkte Licht der linearen Profile etwas breitstrahlender gewählt, damit unterschiedliche Möblierungsvarianten gleichwertig gut ausgeleuchtet sind. Ihrer Positionierung entsprechend wurden die 3 cm breiten Lichtprofile in Sonderlängen zwischen 1,20 und 3,60 Meter und als Sonderanfertigung diffus und direkt strahlend installiert. Elementar für den gewünschten sauberen und aufgeräumten Effekt der Decke war eine enge und vor Ort stattfindende Abstimmung mit den auf der Baustelle tätigen Gewerken, sowie dem Leuchtenhersteller. Nur so konnte verhindert werden, dass Revisionsöffnungen, Klimatechnik oder unsaubere Ausführung das sorgsam komponierte Bild stören.